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Landesbeirat für Baukultur: Qualität durch Beratung erhöhen

Die Erweiterung einer kleinen Hofstelle in St. Martin in Thurn zeigt, wie ein respektvoller Umgang mit Bestand und Landschaft gelingen kann.

Exponierte Lage: Das Projekt der neuen Bebauung der Hofstelle in St. Martin in Thurn wird vom Landesbeirat für Baukultur und Landschaft begleitet. Foto: LPA/Pecher

Ein steiler Hang in einem typischen Gadertaler Weiler: An diesem sensiblen Standort soll die Erweiterung der Hofstelle Ross erfolgen, mit der sich der Landesbeirat für  Baukultur und Landschaft  vor kurzem bei einem Lokalaugenschein in St. Martin in Thurn im Gadertal befasst hat. Erst vor kurzem war der Stadel in traditioneller Bauweise neu errichtet worden. Wie er soll sich auch die Erweiterung der Hofstelle mit dem Ziel, Urlaub auf dem Bauernhof anbieten zu können, gut in den Weiler einfügen. Geplant ist ein neues Haupthaus an der Stelle des bestehenden, dessen schlechte Bausubstanz eine Sanierung nicht zulässt, sowie ein Nebenhaus, das der Weilertypologie entspricht. Das steile Gelände soll vorteilhaft genutzt und die Erschließung des Weilers nicht verändert werden.

"Die Baukörper sollten sich der Einmaligkeit des Ortes unterordnen, ihre Größe zueinander und ihre genaue Setzung im Gelände sollte mit Respekt zum Bestand erfolgen", regten die Landesbeiratsmitglieder Sergio Pascolo, Sonja Gasparin und Armando Ruinelli an. Sie begleiten das Projekt im Rahmen der Beratungen durch den Landesbeirat für Baukultur und Landschaft.

Das Gremium, das 2006 von der Landesregierung eingesetzt wurde, hat zum Ziel, die Baukultur in Südtirol zu fördern und die Öffentlichkeit für ortsgerechtes und landschaftsbezogenes Bauen zu sensibilisieren. Die Beratungen erfolgen aufgrund freiwilliger Nachfrage und sind für private wie öffentliche Bauwerber kostenlos. Die Anfrage um Beratung wird an das Sekretariat des Landesamtes für Ortsplanung Nord-Ost (E-Mail ortsplanung.nord-ost@provinz.bz.it), gestellt.

Weitere Informationen dazu finden sich hier.

mpi

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